Mountainbikes im Breitensport

Mountainbikes und Naturschutz

Obwohl das Mountainbike-Fahren selbst eine umweltfreundliche Angelegenheit ist, gibt es immer häufiger Probleme mit den Fahrten im Gelände.

Wer ein Mountainbike als Geländefahrrad nutzt, möchte natürlich auch im Gelände damit fahren. Naherholungsgebiete, Wälder und Naturschutzgebiete eignen sich dazu optimal. Je unberührter ein Gebiet ist, desto mehr Spaß macht es, dort mit dem Mountainbike zu fahren und die Natur zu entdecken.

In eben diesen unberührten Gebieten richten die immer zahlreicher auftretenden Mountainbikes allerdings oft großen Schaden an. Brutplätze für Tiere werden gestört, Pflanzen zerstört und ganze Bodenstrukturen verändert. Richtlinien zur Nutzung, Verbote und Empfehlungen werden von Mountainbikern dabei oft nicht beachtet. Konflikte zwischen Naturschützern, Waldbesitzern, Anwohnern und anderen Interessengruppen treten immer häufiger auf. Ein einzelner Mountainbiker sieht oft nicht ein, dass ein einzelner Ausflug in ein solches Gebiet die Natur ernsthaft schädigen kann, ein Waldboden der jeden Tag von zahlreichen Mountainbikes befahren wird, liefert allerdings ein anderes Bild.

In einigen Gebieten sind inzwischen sogar illegale Mountainbike-Trails entstanden, die regelmäßig auch von größeren Gruppen genutzt werden. Legale Strecken sind hier oft keine Alternative, da ausgebaute und beschilderte Wegstrecken natürlich weniger Spaß machen und außerdem nicht dem Sinn des Mountainbiking entsprechen. Viele Gemeinden, besonders in Urlaubsgebieten, versuchen daher, mit Aufklärungsarbeit den Mountainbike-Verkehr in ihren Naturschutzgebieten und Wäldern zumindest einzudämmen.